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Das Märchen vom Winter

Christin Drawdy

Christine Bouzrou, geboren 1963 und Mutter von vier erwachsenen Kindern, hat trotz eines schweren Schicksalsschlags durch einen Schlaganfall mit Hirnblutung und einen Hirninfarkt ihre Liebe zu Geschichten, Gedichten und Texten bewahrt. Mutig kämpfte sie sich nach einer vorübergehenden Handlähmung zurück und begeistert mit Gedichten und Geschichten, die es sogar in Zeitungen geschafft haben.

Aktuell arbeitet sie an ihrem romantischen Roman "A Magical Christmas Surprise", der voraussichtlich Ende 2024 erscheinen wird und einer Romantasy aus 1001 Nacht. Christine Bouzrous Bücher gehen in die Tiefe und berühren ihre Leser auf besondere Weise. Ihr detailreicher Schreibstil ermöglicht es den Lesern, sich direkt im Geschehen wiederzufinden. Die Vielfalt ihrer Werke, von Gedichten über Kurzgeschichten bis zu Romanen, spiegelt ihre kreative Bandbreite wider.

 

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Im dunklen Nirgendwo währenddessen, sah Aisha in ihren aufgeklappten Ring und sprach:“ Zeige mir den Neuankömmling!“ Der breite runde Ring fing an zu leuchten und formte dann ein Bild von Samir, der über den Steg in Richtung des Palastes lief. Was ein Jüngling! Nein, es war nicht ihr Herz, das hier jubelte, denn sie besaß keines, es war die Gier und Habsucht, die in ihr Verlangen erweckte.

Sie rief nach ihrer Sklavin:“ Leila, komm her, du dummes Weib!“

Leila ließ von ihrer Arbeit ab und trat mit gesenktem Kopf vor ihre Herrin. „Ihr wünscht, oh Heilige?“

Aisha riss ihren Kopf hoch. „Schaue mich gefälligst an wenn ich mit dir rede!“

Leila sah sie jetzt zitternd an. „Verzeiht, Herrin.“

Aisha schaute sie jetzt mit ihrem hübschen Gesicht, dem Antlitz von Samira, von oben herab an. „Spute dich und nähe mir ein Hochzeitskleid,“ jetzt grinste sie hämisch, „ ich werde Hochzeit halten!“

Leila nickte nur und machte einen Knicks. Derjenige, den diese Hexe gedachte zu ehelichen, tat ihr jetzt schon leid. Aber was Aisha wollte, das bekam sie auch!

Samir sah jetzt hoch zu dem finster ausschauenden Palast der Dschinniya. Kalt und nicht gerade einladend, stand das alte Gemäuer vor ihm. Die Palast Mauern waren riesig, dahinter befand sich eine ganze Stadt , die Aisha tyrannisch und herzlos regierte. Von der Schönheit des Orients, war hier weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil, bei dem Bild das sich Samir hier bot, überkam ihm großes Mitleid mit den hier lebenden Geschöpfen. Im riesigen Hof des Palastes flossen stinkende Abwässer zwischen alten verfallenen Lehmhäusern. Weinende Mütter saßen auf dem Boden, ihre vom Hunger schwachen, weinenden Kinder auf ihrem Schoße wippend. Stände mit vergammelten, von Fliegen umschwirrtes Hammelfleisch gab einen Würgereiz auslösenden Geruch von sich. Samir rümpfte die Nase, es nutzte nichts, er musste hier durch.

Niemand schien ihn zu beachten, man war mit seinem eigenen Leid beschäftigt. Zeigten die schwachen, verschmutzten Geschöpfe in dieser Stadt menschliches Antlitz, so waren die starken , großen Sklaven Treiber, die hier überall rumliefen und ihre Peitschen schwangen, von dämonischem Aussehen. Samir kam jetzt an einem Stand mit feinsten Stoffen vorbei und fragte sich, wer diesen wohl kaufen würde, die verhärmten Sklavinnen sicher nicht. Doch wie der Zufall es wollte, würde er dies sogleich erfahren ,denn eine ältere, stark verschmutzte Frau trat jetzt an den Stand und winkte die Verkäuferin zu sich heran. „ Malika, ich brauche den schönsten und teuersten Stoff, den du jemals gewebt hast. Komme ich nur mit dem Zweitschönsten, werde ich schwer bestraft werden von Aisha!“ sprach sie zitternd . Dann fügte sie noch leise hinzu: „ Bitte sage es nicht weiter, aber Aisha wechselt mal wieder ihre Liebhaber und gedenkt Hochzeit zu halten!“

Die Angesprochene sah sie überrascht an. „ Die Hexe will heiraten, Leila? Ja, wen denn? Bei Allah, dieser Mann kann einem jetzt schon leid tun! Aber lass mich sehen, was ich hier für dich habe.“

Geschickt ging sie durch die Stoffe und reichte Leila dann einen Ballen goldener Seide, bestickt mit feinsten Garn und glitzernden Pailletten mit den Worten: „ Noch Schöneres gibt es nicht an meinem Stand, Leila, das sollte sie befriedigen.“ Malika lächelte. Zwar bekam sie für ihre Arbeit von Aisha kein Lohn, aber nach langen, hungrigen Tagen würde sie heute einen Laib Brot, Olivenöl und Wasser zu Hause vorfinden.

Samir hatte das Gespräch unauffällig belauschen können und erschrak, als er jetzt Leilas Worte vernahm. „ Ja, das nehme ich Malika, vielen Dank. Ich kenne den Auserwählten nicht. Es soll ein Neuankömmling sein.“

Ohne weiter zu überlegen mischte sich Samir jetzt in das Gespräch ein und legte Aisha sanft seine Hand auf ihre Schulter. Trotzdem sah sie ihn erschrocken an, als er nun das Wort an sie richtete. „ Verzeihung, Mütterchen, hat sie vielleicht einen Namen genannt?“

Samir wurde ganz schlecht bei dem Gedanken, dass Aisha ihn gemeint haben könnte.

Leila zog ängstlich ihren Schleier tiefer ins Gesicht. „ Verzeihung junger Herr, aber ich weiß nicht, wo von sie reden.“

Dann bedankte sie sich bei Malika und rannte lief schnellen Schrittes davon. Sicher hat sie Angst vor Bestrafung, dachte Samir, dann musste er das wohl selber raus finden. Doch kaum hatte er das gedacht, ergriffen ihn zwei der Dämonischen Sklaventreibern.

Samir schlug im Affekt um sich. „ Bei Allah, was soll das?“ schrie er, doch schnell hatten die beiden ihn wieder im Griff und sagten nur: „ Befehl der Dschinniya, sie will dich sehen!“

Also doch! Aisha hatte ihn als Bräutigam auserwählt. Er gab jetzt nach und verhielt sich ruhig. So würde er wenigstens direkt zu Aisha gelangen. Er musste jetzt seinen ganzen Mut zusammen nehmen und zur Rettung von Samira mitspielen.

Samir sah sich in dem Zimmer um, in das man ihn gebracht hatte. Außer einem Bett, Tisch, Stuhl und Kommode, alles in einfacher Ausführung, war hier nichts zu sehen. Samir saß auf dem Bett und wartete, so, wie man es ihm befohlen hatte. Auch wenn er nicht wusste, auf was er eigentlich wartete. Aber zumindest war er schon mal in Aishas Behausung, das war durch seine Festnahme leichter vonstatten gegangen, als er gedacht hatte. Erschrocken wandte er nur den Kopf zur Türe, als diese sich quietschend öffnete. Er staunte nicht schlecht, als er nun das alte verschmutzte Weib vom Markt vor sich sah. In ihren Armen trug sie feinstes Geschmeide, das sie ihm nun hin hielt.“Ihr möchtet dies nach dem Bad bitte anlegen. Danach wird Aisha Quandischa euch zu sich rufen.“

Sie legte Hose, Hemd und Wanst auf das Bett und ging dann ins anliegende Badezimmer, um Samir ein Bad zurecht zu machen. Erschrocken drehte sie sich nun um, als Samir seine Hände auf ihre Schultern legte.

„Wie heißt du Mütterchen?“ Mit gesenkten Augen flüsterte sie „Leila, aber es ist mir nicht gestattet, mich mit euch zu unterhalten.“ Sogleich fing sie wieder zu zittern an, sie musste wohl wirklich große Furcht in sich tragen.

Samir tat dieses Weib vom Herzen leid. Ausgemergelt bis auf die Haut und dazu noch so verschmutzt, zeigte es ihm, dass diese Frau weder ordentlich Nahrung, noch Hygiene zur Verfügung hatte.

Gütig sah er sie nun an und versuchte sie zu beruhigen. „ Hab keine Angst,“ sprach er, „ ich werde nichts verraten, du kannst dich mir ruhig anvertrauen, Leila.“ Doch seine lieb gemeinten Worte trugen keine Frucht. Leilas Angst war stärker als seine gut gemeintes Angebot. Sie blickte scheu zu Boden, als sie sich jetzt mit einem leisen „Salam“ von ihm verabschiedete und aus der Tür verschwand. Samir seufzte.

Diese Aisha musste echt eine Hexe sein, wenn sie Menschen so unwürdig behandelte. Es machte ihn furchtbar wütend. Doch dann besann er sich und zog tief den Atem ein. Er hatte eine Aufgabe. Und nur das war im Moment wichtig. Um Leila konnte er sich immer noch kümmern. Und so schälte er sich aus seiner verschmutzen Kleidung und wusch sich den Dreck seiner letzten Abenteuer von seinem muskulösem Körper. Sein größtes Abenteuer stand ihm wohl noch bevor!.....

Winter Roman 2024

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Ausgerechnet kurz vor Weihnachten erwischt Maddy ihren Freund in den Armen einer Anderen. Es zerbricht ihr das Herz und die ganze Weihnachtsstimmung ist hin. Tränen, Liebesfilme, die Couch und Weihnachtsgebäck ist alles, was ihr geblieben ist.

Doch plötzlich kommt da dieser Brief, der Maddy mitteilt, dass sie einen Kurzurlaub in Finnland in der Weihnachtsstadt Santa Claus Holiday Village gewonnen hat. Da wollte sie doch schon immer hin! Das Sonderbare an der Sache jedoch war, Maddy hatte niemals an einem Gewinnspiel teilgenommen! Und auch niemand aus ihrem Bekanntenkreis.

Doch Maddy überlegt nicht lange und entschließt sich, die Reise anzutreten. Unterwegs stößt sie zweimal unter ihr sehr peinlichen Missgeschicken auf einen jungen frechen Kerl, der aber gar nicht so ihr Typ ist.

Referenzen: 

 

 

• Text & Grafik Gestaltung für Theater Metamorphosis/Rain 

 

• Erfolgreich als Freiberuflicher Texter für die Firma Horn/ Hattersheim am Main,tätig für Atelier I & III,mit Veröffentlichungen für Deutschland/Schweiz/ÖsterreichArtdirektor Herr Warnest www.horncards.de/

 

• Darbietung der Gedichts Sammlungen auf Lyrik Abenden mit dem Lyrischen Quartett/Theater Metamorphosis  

 

• Veröffentlichungen von Songtexten auf Tonträgern Veröffentlichungen von Presseartikeln/Werbetext zur Eröffnung diverser Firmen

 

• Aufnahme eines Gedichtes in die "Frankfurter Bibliothek des zeitgenössigen Gedichtes" • 
Aufnahme eines Gedichts in die Anthologie Deutschsprachiger Gedichte Ausgewählte Werke 2010 

 

• Veröffentlichung "Buch des Lebens" in dem Heft "Kurzgeschichten  

 

• Veröffentlichung eines Märchens in Fienjan und der Farbenvogel (Sarturia)  

 

• Veröffentlichungen diverser Gedichte Hofheimer Zeitung

 

• 2018 Veröffentlichung Joey-Das Geheimnis von Swake Valley •

 

*2019 Veröffentlichung der Erzählung "Drei Hände" in dem Buch "Die Liebe und das kleine Herz" 

 

*2022 Erstellung der Anthologie Gute-Nacht-Geschichten zugunsten Kinder der Ukraine

 

*"2023 Neuauflage "Der kleine Krämerladen"
 

2024 Hörbuch "Der kleine Krämerladen-Denn die Hoffnung stirbt zuletzt

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